Klarinette

Die Klarinette hat eine zylindrische Bohrung und ist mit einem Mundstück mit einfachem Rohrblatt ausgestattet. Wegen der zylindrischen Bohrung der Klarinette erklingen die Obertöne geradzahliger Ordnung nicht. Daraus resultiert der enorme Tonumfang und der unvergleichlich weiche Klang im tiefen Register der Klarinette.

Man unterscheidet zwei Griffsysteme, das Oehler-System (deutsch) und das Böhm-System (französisch). Internationale Verbreitung hat nur das Böhm-System, im deutschsprachigen Raum ist das Oehler-System weiter verbreitet. Welches System wählt der Anfänger?

Jazz- und Klezmer-Spieler bevorzugen Böhm, heißt es, wobei hier klangliche Aspekte die Hauptrolle spielen, aber das läßt sich heute durch die Wahl eines geeigneten Mundstücks für Spieler beider Systeme lösen. In Deutschland ist für Orchestermusiker meist noch Oehler vorgeschrieben, wobei sich diese Tendenz aufzulösen beginnt. Kleine (Kinder-)Hände tun sich mit Böhm anfangs leichter, weil die Löcher für die rechte Hand näher beieinander liegen. Böhm ist bei gleicher Qualität preisgünstiger, weil sie in größeren Mengen hergestellt werden. Oehler ähnelt eher dem Griffsystem Flöte, Böhm eher dem Saxophon. Ansonsten, lassen Sie sich von Ihrem Lehrer beraten.....

Die Klarinette ist aufgrund ihrer Beweglichkeit und ihres ausdrucksstarken Klangs in der Klassik, im Jazz und in der Volksmusik beliebt. Im modernen Jazz wurde sie jedoch weitgehend vom Saxophon verdrängt, allerdings nicht ganz....

SG

zu den Lehrern:

  Sebastian Gigglinger

  Martin Kärcher

  Martin Schwarzenböck