Das Hackbrett

Das Hackbrett ist ein Saiteninstrument, das zu den Kastenzithern gezählt wird. Seine Saiten werden mit kleinen Schlägeln oder Klöppeln aus Holz angeschlagen, die auch mit Leder oder Filz überzogen sein können. Aufgrund der Art der Tonerzeugung gehört es auch zur Gruppe der Schlaginstrumente. Zur Erzielung besonderer Effekte kann man die Saiten auch mit den Fingern zupfen.

Das Hackbrett ist eines der ältesten Instrumente, da die Tonerzeugung (Saiten auf einen Resonanzkörper aus Holz gespannt) relativ einfach ist. Seine Blütezeit im europäischen Raum hatte das damals „Salterio“ genannte diatonische Instrument im Verlauf des 18. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit gibt es auch sehr viel Originalliteratur.

Das Hackbrett ist in vielen Ländern der Welt zuhause, allerdings in regional unterschiedlichen Ausführungen was Bauart, Spielweise und Stimmung betrifft. In unseren Breitengraden wird heute hauptsächlich das „Chromatische Salzburger Hackbrett“ gespielt.
Das Hackbrett kann im Stehen und auch im Sitzen gespielt werden, wobei die stehende Haltung bevorzugt wird, weil sie eine viel größere Bewegungsfreiheit bietet. Begonnen werden kann im Alter von etwa 6-7 Jahren, je nach Eignung und Entwicklungsstand des Kindes.

Ein Überblick über die verschiedenen Bezeichnungen und Arten:

  • Steirisches Hackbrett
  • Osttiroler Hackbrett
  • Appenzeller Hackbrett
  • Salzburger Hackbrett: chromatisch gestimmt. Für die Alpenländische Volksmusik vom Salzburger Volksmusikanten Tobi Reiser und dem Instrumentenbauer Heinrich Bandzauner neu entwickelt (nach Bericht Reiser ca. 1920 bei einem steirischen Holzarbeiter gesehen) und 1927 nach dem Vorbild eines Osttiroler Hackbretts (38 Kilogramm schwer, der Korpus mit Eisenstangen verstärkt) umgebaut: Statt diatonischer hat es eine chromatische Stimmung. Statt der blanken Holzschlegel hat es mit Filz belegte. Es findet oft in der Volksmusik Verwendung.
  • Cimbalom (Weißrussland, Russland)
  • Hammerd Dulcimer (England, Irland)
  • Santur (Iran)
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